Am 24.4.2021 wurden in Berlin die Tarifverhandlungen für die Papier, Pappe und Kunststoffe verarbeitende Industrie in der sechsten Runde fortgesetzt. Die Arbeitgeberseite wurde vom Sozialpolitischen Hauptausschuss (SH) unter Vorsitz von Jürgen Peschel vertreten. Die Gewerkschaft ver.di verhandelte wie in den letzten Runden unter Vorsitz von Andreas Fröhlich.
Die Verhandlungen wurden über einen Zeitraum von 17 Stunden coronabedingt erneut auf beiden Seiten in kleiner Kommission geführt, zuletzt als Achtaugengespräche.
Die Gespräche führten zu einem Tarifabschluss mit folgenden Komponenten:

▫ Die Vereinbarungen über Löhne, Gehälter und Ausbildungsvergütungen vom 19. Feb-ruar 2019 werden rückwirkend zum 1. Februar 2021 wieder in Kraft gesetzt.

▫ Die tariflichen Ecklöhne der Lohngruppe VI (höchstes Tätigkeitsjahr in der Gruppe) der regionalen Lohntarifverträge und die Ausbildungsvergütungen werden mit Wirkung
vom 1. Mai 2021 um 1,5 % und mit Wirkung vom 1. Mai 2022 um weitere 2,4 % erhöht.

▫ Der Tarifvertrag hat eine Laufzeit von 24 Monaten und reicht bis zum 31. Januar 2023.

▫ Es wurde eine beidseitige Erklärungsfrist bis zum 14. Mai 2021 vereinbart.

Der Abschluss ist für die Unternehmen in einer schwierigen wirtschaftlichen Situation ge-rade vertretbar. Insbesondere die erste Erhöhungsstufe mit einem Volumen von 1,5 % nach drei Leermonaten trägt der unsicheren wirtschaftlichen Lage Rechnung.